WEITERBILDUNGEN

Fundierte traumasensible Kenntnisse für Mitarbeiter*innen in psychosozialen Arbeitsfeldern.
  • Weiterbildung mit dem Ziel

    Traumazentrierte Fachberatung / Traumapädagogik Kurs WB 05/2024

    Kurs WB 05/2024 ab Dezember 2024



    Die Weiterbildung ist durch die Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und dem Fachverband Traumapädagogik (FV-TP) zertifiziert.


    Die Weiterbildung vermittelt fundierte theoretische und praktische Kenntnisse der Traumapädagogik und der traumazentrierten Fachberatung. Die Reflexion eigener Haltungen, Werte und Normen, sowie die Stärkung der eigenen Stabilität sind ein weiterer Schwerpunkt. Nach Absolvierung der 9 Weiterbildungsbausteine verfügen die Teilnehmer*innen über ein differenziertes Wissen. Sie haben Kompetenzen und Professionalität erworben, die für die komplexen Anforderungen im beruflichen Alltag mit traumatisierten Menschen hilfreich sind.
     
    Zielgruppe:
    Mitarbeiter*innen aus psychosozialen Arbeitsfeldern, wie beispielsweise Jugendhilfe, Kindertagesstätten, Schulen und dem Gesundheitswesen.

    Voraussetzungen
    Abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschulen) sozialadministrativer, erzieherischer oder pflegerischer Berufe (insbesondere Erzieher*innen, Pflegefachkräfte, Hebammen, Ergotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen, Logopäd*innen o.Ä.) oder Hochschul- und Fach­hoch­schul­absolven­t*innen mit psychologischen, pädagogischen und verwandten Ab­schlüssen, z.B. Dipl.-Psycho­lo­g*nn­nen und Ärz­t*innen, Dipl.-Pädago­g*innen, Dipl.-Sozial­arbei­ter*innen und Dipl.-So­zial­pädago­g*in­nen, Dipl.-Heilpädagog*innen, Son­­der-Pädago­g*in­nen, Lehrer*innen, Dipl.-Theo­lo­g*innen, Dipl.-So­ziolog*innen oder analoge Abschlüsse (BA, MA). Kunst- oder Musiktherapeut*innen, die ein mindestens dreijähriges, staatlich akkreditiertes Vollzeitstudium (Fach-, Kunst- oder Musik-) Hochschule (vgl. z.B. Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DMtG), Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestalttherapie (DFKGT) absolviert haben.
    Eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld für alle Berufsgruppen.

    Umfang der Weiterbildung
    Die Weiterbildung besteht aus 9 Bausteinen im Umfang von insgesamt 25 Tagen. In 7 Intervisionsgruppentreffen vertiefen die Teilnehmer*innen die Weiterbildungsinhalte und reflektieren darüber hinaus in 7 begleitenden Supervisionen den eigenen Entwicklungsprozess. Für den zertifizierten Abschluss ist die Teilnahme an allen Bausteinen, den Intervisionsgruppentreffen und Supervisionen erforderlich. Darüber hinaus sind 
    1 Projektarbeit und 2 Praxisdokumentationen in mündlicher und schriftlicher Form notwendig.

    Mindeststandards zur Zusatzqualifikation: „Traumapädagogik / Traumazentrierte Fachberatung“ nach den Empfehlungen der DeGPT und des Fachverbands Traumapädagogik.

    Veranstaltungsort:
    JUUBA© - JUGENDHERBERGE
    UND BILDUNGSZENTRUM

    Karl-Schaaf-Weg 3a
    26409 Wittmund-Asel

    Weiterbildungskosten
    Die Gesamtkosten der Weiterbildung belaufen sich auf 3950€. Nicht enthalten sind Kosten für Verpflegung und Übernachtung. Vor Beginn der Weiterbildung ist ein Betrag in Höhe von 1350,00€ zu entrichten. Danach 2 Monatsraten a 200,00€ und 22 Monatsraten a 100,00€.

    Übernachtung / Verpflegung
    Es besteht die Möglichkeit, Übernachtung und Verpflegung in der JUUBA zu buchen.
    Anmeldung und Preisinformation unter dem Stichwort "Sturmfänger" an [email protected]

    Teilnahmebescheinigung / Zertifikat
    Jede Teilnehmer*in erhält eine Bescheinigung über Art und Umfang der Weiterbildung, ausgestellt durch Sturmfänger – Zentrum für Traumapädagogik. 
    Voraussetzung für die Zertifizierung ist 1 Projektvorstellung und 2 anonymisierte Praxisdokumentation (beides jeweils mündlich und schriftlich). Die schriftliche Praxisdokumentationen und das Projekt sind entlang eines von den Instituten vorgegebenen Schemas vorzunehmen. Die Vorstellung der Praxisdokumentationen und des Projektes der Kandidat*innen sind durch ein Originaldokument zu belegen (z. B. Video- oder Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o. Ä. der KlientInnen).

    Referent*innen
    Daniela Mülder
    Elke Sauer
    Andrea Basedow
    Jürgen Weihrauch

    Inhaltsübersicht
     
    Block 1: 13.12. - 15.12.2024
    Grundlagen der Psychotraumatologie
    Kennenlernen der Teilnehmer*innen und deren Arbeitsfelder
    Einblick in die Geschichte der Psychotraumatologie
    Die Wurzeln der Traumapädagogik
    Überblick zu traumazentrierten Arbeitsfeldern
    Definitionen und Erklärungsmodelle von psychischer Traumatisierung
    Akute und chronische Folgen psychischer Traumatisierung
    Einführung in die Physiologie psychischer Traumatisierung; Einblick in die Neurobiologie
    Besonderheiten des Traumagedächtnis
    Überlebens- und Bewältigungsstrategien
    Kindheitstraumata
    Phasenmodelle traumazentrierter Interventionen
    Bildung der Intervisionsgruppen
    Übungen zu den Inhalten und Reflexion des eigenen Resonanzerlebens

    Block 2: 07.03. - 09.03.2025
    Traumasensible Bindungspädagogik
    Modelle zur Bindungstheorie und die Relevanz sicherer Bindung
    Bindungsstörungen (Bindungsskepsis)
    Wirkung innerer Arbeitsmodelle
    Trauma und Bindung - Bindungstrauma
    Bindung und Exploration
    Feinfühligkeit
    Stressregulation
    Traumapädagogische Beziehungsarbeit
    Bindungssensibles Verstehen
    Bindungsorientierte Pädagogik
    Bindungskorrektur
    Pädagog*innen als Sichere Basis / Sicherer Hafen
    Bindungsfallen und korrigierende Beziehungsgestaltung
    Bindungsfallen
    Selbstfürsorge
    Institution als Sichere Basis für Mitarbeiter*innen
    Dynamiken traumabezogener Übertragungen und Gegenreaktionen
    Reflexion eigener Beziehungs- und Bindungserfahrungen

    Block 3: 27.06. - 29.06.2025
    Zentrale Aspekte traumapädagogischer Arbeit
    Einführung in die Grundlagen der Traumapädagogik
    Psychoedukative Ansätze und Methodiken, klientenorientierte Erklärungsmodelle.
    Reflexion des eigenen Arbeitskotextes, Möglichkeiten und Grenzen
    Entwicklung und Vermittlung einer traumasensiblen Haltung, der gute Grund, Wertschätzung, Transparenz, Partizipation, Spaß und Freude
    Reflexion eigener Werte und Normen
    Aufbau traumasensibler Zusammenarbeit
    Selbstbemächtigung und Selbstregulation
    Interventionsplanung als dialogischer Prozess
    Selbst- und Fremdfürsorge
    Institutionelle Bedingungen traumaspezifischer Arbeit
    Möglichkeiten und Grenzen traumazentrierter Handlungsfelder (z.B. Pädagogik, Beratung, Pflege) Indikation der Weiterverweisung

    Block 4: 14.11. - 16.11.2025
    Sicherung und Stabilisierung
    Individuelle und milieuspezifische Stabilisierung
    DBT Techniken zum Abbau von Spannungszuständen, Arbeit am negativen Selbstbild
    Körperwahrnehmung und körperliche Stabilisierung
    Körperübungen zur Stressreduzierung
    Traumasensible Entspannungsverfahren
    Haltgebende Strukturen
    Soziale Stabilisierung
    Trauma und Familie
    Psychische Stabilisierung und Affektregulation
    Erweiterung des Ressourcenbereichs
    Imaginationstechniken
    Reorientierung und Dissoziationsstopps
    Trauerarbeit

    Block 5: 20.02. - 22.02.2026
    Traumapädagogisch diagnostisches Verstehen
    Einführung in die psychosoziale Diagnostik
    Methoden und Übungen zum traumapädagogischen Verstehen
    Salutogenese und Resilienz
    Selbstwirksamkeit als traumapädagogisches Grundprinzip in der Förderplanung
    Der diagnostische Dreischritt
    Verantwortung und Ethik in der traumaspezifischen Diagnostik
    Grenzen und Schwierigkeiten in der sozialen, traumasensiblen Diagnostik
    Der diagnostische, partizipative Verstehensprozess

    Block 6: 11.06. - 14.06.2026
    Selbst- und MitarbeiterInnen Fürsorge
    Herstellung äußerer Sicherheit
    Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle
    Selbstfürsorge als Selbst-Wertschätzung und zur Verhinderung von sekundärer Traumatisierung
    Belastungsanalyse (Selbstdiagnose von Stress, Burn-out)
    Strategien der Entlastung & Stressreduktion
    Angemessener Umgang mit Gewalt, Schutz vor Gewalt
    Strukturelle Voraussetzungen der Selbstfürsorge
    Spaß und Freude als Pfeiler der Selbstfürsorge
    Sicherungskonzepte und Krisenmanagement
    Entspannungsverfahren & Körperarbeit
    Ressourcenorientierung & Stärkung eigener Resilienzfaktoren
    Biographiearbeit
    Selbstreflexion

    Block 7: 17.09. - 18.09.2026
    Schwerpunkt Traumapädagogik
    Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Wirkung traumapädagogischer Konzepte
    Vertiefung traumapädagogischer Haltung
    Pädagog*innen als Korrektiv und Bestandteil von Konzepten
    Sichere Orte und das Konzept der Selbstbemächtigung als Schlüsselprozess in der Pädagogik
    Konzeptionelle Ansätze der Traumapädagogik,
    Traumapädagogische Gruppenarbeit
    Traumapädagogischer Blick auf Regeln, Sanktionen und Begrenzungen
    Partizipation und Transparenz
    Spaß und Freude
    Traumasensible Kooperation mit Eltern und Angehörigen
    Umgang mit Täter – Opfer – Retter Dynamiken
    Vertiefung traumapädagogischer Stabilisierung

    Block 8: 10.12. - 11.12.2026
    Schwerpunkt Traumazentrierte Fachberatung
    Vertiefung traumzentrierter Beratungshaltung
    Allgemeine Beratungsansätze und Theorien
    Aufbau- und Ablauforganisation von Beratungsprozessen
    Planung und Gestaltung von Beratungsübergängen
    Indikationen zur Weiterverweisung
    Dokumentation und Auswertung
    Qualitätssicherung
    Traumaspezifische und traumainformierte Beratung
    Besondere Aspekte traumazentrierter Beratung
    Traumazentrierte Beratung im Kontext verschiedener Settingbedingungen

    Block 9: 13.03. - 14.03.2027
    Präsentation der Projektarbeiten und Praxisdokumentationen, Zertifikatsvergabe

    Anmeldung

    • Freitag, 13. Dezember 2024 bis zum Sonntag den 14. März 2027
    Veröffentlicht am 25. Sep 2023 um 07:34 Uhr (Zuletzt Bearbeitet am 24. Okt 2023 um 16:40 Uhr)
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